Wer erkennt die Protagonisten? Heute beginnt Auswildern für zwei Exemplare der Familie Erinaceidae...

... oder einfach: Igel. Nachdem wir kürzlich einen kranken Igel bei uns vorgefunden hatten, der dann trotz ärztlicher Hilfe in der Igelauffangstation leider nicht überlebte, haben wir heute das Gegenteil gestartet: Auswildern von zwei Jungtieren aus einer anderen Station. Zwar bringen viele Leute Igel in fachkundige Obhut, aber offenbar ist es für die einzelnen Stationen nicht so leicht, die aufgepäppelten Kerlchen abzugeben - schließlich sind sie ja Wildtiere und sollen auch dort leben, wo sie üblicherweise zu Hause - und nebenbei auch nützlich für uns - sind. Da hab ich dann mal aus altem Restholz eine kleine Hütte gebaut, und am Nachmittag kamen die strammen Racker dann erstmal zum Eingewöhnen in einen abgesperrten Bereich, inklusive der Igelhütte. Nachdem sie sich dann ca. eine Woche an die Umgebung gewöhnt haben, machen wir dann die Tür auf, so daß sie kommen und gehen können, wie sie wollen.
Das war Samstag - heute (Mittwoch) sind wir früher als üblich zum Öffnen des Geheges übergegangen: einer der beiden Stachelfreunde hatte dermaßen krasse "Riemenrunden" gedreht, daß uns klar wurde, er sucht unbedingt die Freiheit und will nicht mehr wie im Zoo nur hinter Gittern stecken. Also nochmal wiegen - ist okay - und dann ab durch die Hecke!
Und wie es denn so häufig ist: Freiheit ist cool, aber der gedeckte Tisch bzw. der gefüllte Futternapf ist trotzdem verlockend und bringt unseren Kollegen dazu, beizeiten wieder vom Ausflug zurückzukommen.
